Gerätehaus wird im April eingeweiht. Westenholzer Feuerwehrleute investieren viele Arbeitsstunden in den Neubau.

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Westenholz(al). Beeindruckende Zahlen präsentierten die 54 aktiven Mitglieder des Löschzuges Westenholz bei ihrer Jahreshauptversammlung, die erstmals im gerade fertig gestellten Feuerwehrgerätehaus stattfand. Das neue Gerätehaus soll am 17. April eingeweiht werden.
Eben dieses neue Schmuckkästchen am Rand von Westenholz ist einer der Gründe für die enormen Einsatzzeiten der Feuerwehrleute. Neben den normalen Einsatzspektrum kamen weitere 5000 ehrenamtliche Arbeitsstunden an dem Neubau hinzu.

Löschzugführer Hubert Beine begrüßte zahlreiche Gäste wie den Vorsitzenden des Fördervereins, Gerd Meiwes, unter dessen Regie der Bau nach vielen Jahrzehnten des Abwartens errichtet werden konnte. Der Jahresbericht von Schriftführer Meinolf Schormann-Diekmann wies für den Löschzug 79 Einsätze aus (20 mehr als im Vorjahr). 20 Mal rückten die Blauröcke zur Brandbekämpfung, 48 Mal zu technischen Hilfeleistungen aus. Zu zehn Einsätzen wurden die Notfallhelfer alarmiert und einen Gefahrstoffeinsatz weist die Statistik aus. Im Einsatzdienst verbrachten die Westenholzer Feuerwehrleute 1216 Stunden. Weitere 1130 Stunden kamen bei Übungen zusammen. Aus- und Weiterbildungen schlugen mit 385 Stunden zu Buche.

Im Juli zog ein erster Teil des Löschzuges in das neue Gerätehaus um, da im alten Versammlungsraum und in der Bulli-Halle zwölf Flüchtlinge untergebracht wurden. Ende September erfolgte dann der Komplettumzug des Löschzuges. Die offizielle Einweihung des Gerätehauses ist für Sonntag, 17. April, geplant.
»Die Einsatzbereitschaft, die jeder Feuerwehrmann mitbringt, kann man nicht erlernen. Das ist eine besondere Form des Engagements, ohne das es auch dieses Feuerwehrgerätehaus nicht geben würde. Der Einsatz ist beispielgebend für das gesamte Kreisgebiet. Ich danke allen, die mitgeholfen haben, dieses Schmuckkästchen auf den Weg zu bringen«, fand Bürgermeister Werner Peitz Worte der Anerkennung. Gerd Meiwes unterstrich, dass der ursprünglich veranschlagte Eigenleistungsanteil von 70 000 Euro sogar deutlich überschritten wurde. »Die hier geleisteten Stunden haben einen Gegenwert von rund 100 000 Euro.

Diese stattliche Leistung wäre ohne viele helfende Hände nicht möglich gewesen«, so Meiwes, der namentlich Friedhelm und Dennis Schmidt dankte. Von der Qualität und den Möglichkeiten des neuen Gerätehauses fühlte sich Wehrführer Reinhard Brand geradezu erschlagen: »Das ist ein besonderes Gebäude, es passt einfach alles. Das ist nicht mehr zu toppen.«

Für ihren Einsatz wurden Christoph Lübbers und Dennis Schmidt mit der silbernen Ehrennadel des Stadtfeuerwehrverbandes ausgezeichnet. In ihren Ämtern als Gerätewart wurden Jörg Brunnert und Christoph Lübbers bestätigt. Zudem gab es Beförderungen. So erhielt Heinz-Josef Noje die Schulterstücke eines Hauptbrandmeisters. Stefan Schormann-Diekmann wurde zum Oberbrandmeister befördert und neue Brandmeister sind Ulrich Hagenbrock, Christoph Lübbers und Markus Brunnert. Manuel Bolte ist neuer Unterbrandmeister. Zu Feuerwehrfrauen wurden Laura Horst und Jennifer Klaas befördert. Feuerwehrmänner sind jetzt Tobias Schniedermeier, Michael Schniederjohann, Marcel Hennemeier, Fabian Klaas, Denis Schormann, Timo Klostermann, Louis Erkelenz und Nils Schäfer. Als Feuerwehrmannanwärter wurden Simon Hessel und Dennis Jungeilges aufgenommen.

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Wurden im Rahmen der ersten Jahreshauptversammlung des Löschzuges Westenholz im neuen Feuerwehrgerätehaus befördert (von links): Simon Hessel, Louis Erkelenz, Dennis Jungeilges, Nils Schäfer, Laura Horst, Fabian Klaas, Timo Klostermann, Dennis Schormann, Jennifer Klaas, Manuel Bolte, Heinz-Josef Noje, Markus Brunnert, Ulrich Hagenbrock, Stefan Schormann-Diekmann und Christoph Lübbers.

Ehrungen:
Wehrführer Reinhard Brand (von links) konnte Dennis Schmidt und Christoph Lübbers mit der silbernen Ehrennadel auszeichnen. Christoph Lübbers und Jörg Brunnert wurden im Amt des Gerätewartes bestätigt. Löschzugführer Hubert Beine gratulierte allen.

Bericht: Westfälisches Volksblatt, Axel Langer