Umgestürzte Bäume, schwere Verkehrsunfälle und Wohnungsbrände - Im vergangenen Jahr hatten die Brandschützer vom Löschzug Altenbeken eine Menge zu tun. Sie rückten zu mehr als 100 Einsätzen aus.

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Altenbeken: „So viele Alarmierungen hatten wir in unserer 96-jährigen Geschichte noch nie“ weiß Zugführer Johannes Claes. Die Ursachen für die Steigerung der Einsatzzahlen um 100 Prozent erläutert der Jahresbericht, den Schriftführer Steffen Lober im Rahmen der Generalversammlung des Löschzugs vorstellte.

Neben einer enormen Anzahl an Unwettereinsätzen (29), gehen seit dem letzten Jahr auch die Einsätze der First Responder Gruppe (medizinische Ersthelfer) mit in die Statistik ein. Das Konzept, das bereits seit über 20 Jahren im Löschzug Buke funktioniert, wird seit dem 30. März 2015 parallel auch im Löschzug Altenbeken betrieben. Wenn in der Gemeinde Altenbeken ein medizinischer Notfall eintritt und der Rettungswagen aus Buke bereits im Einsatz gebunden ist, werden die ehrenamtlichen Rettungskräfte der Feuerwehr alarmiert.
Parallel zum Regelrettungsdienst machen sich die First Responder auf den Weg, um das therapiefreie Intervall zu überbrücken.„So können wir gerade bei einem Herzstillstand, wertvolle Minuten gewinnen und die Überlebenswahrscheinlichkeit der Patienten verbessern“, freut sich Cleas.Die Responder aus Altenbeken leisteten bei 28 Notfällen Erste Hilfe.

Im vergangenen Jahr hielten auch zahlreiche Verkehrsunfälle, Wohnungsbrände und Umweltgefährdungen die 39 Kameradinnen und Kameraden auf Trab. 53 mal mussten die Einsatzkräfte aus Altenbeken Technische Hilfe leisten. Zusätzlich wurde der Löschzug zu elf Brandeinsätzen alarmiert. Dabei blieb besonders ein Feuer in einem Wohn- und Geschäftshaus an der Adenquerstraße in Erinnerung. In den frühen Morgenstunden mussten zwei Menschen vor Flammen und giftigen Rauchgasen aus der ihrer Wohnung gerettet werden. darüber hinaus beteiligten sich die Feuerwehrleute an 12 Sicherheitsdiensten, wie beispielsweise „Vivat Viadukt“.

In Summe  wurden 1.104 Einsatzstunden geleistet.In die Ausbildung investierten die Brandschützer bei 24 Dienstabenden, 8 weiteren Ausbildungsterminen und 16 absolvierten Lehrgängen und Seminaren insgesamt 1.799 Stunden.Auch die Wartung der Gerätschaften und Fahrzeuge ist enorm aufwendig: So verbrachten die Gerätewarte bei Pflege-, Reparatur- und Umbaumaßnahmen, teilweise unterstützt durch weitere Kameraden, insgesamt 1.047 Stunden. Alles in allem leisteten die Einsatzkräfte des Löschzuges Altenbeken 4630 Stunden für den Dienst am Nächsten.

Im vergangenen Jahr gab es zudem einen Wechsel in der Führungsspitze: Johannes Cleas löste Markus Fieseler als Löschzugführer ab. In Zukunft wird er mit seinen Stellvertretern Niklas Schäfers und Sebastian Kaiser die Geschicke leiten. Das neue Führungstrio dankte Markus Fieseler für die einsatzreichen Jahre.

Auch der Leiter der Feuerwehr, Rainer Hartmann, bedankte sich bei allen Aktiven für den unermüdlichen Einsatz und die gute Zusammenarbeit zwischen den Löschzügen. „Das Aufgabengebiet der Feuerwehr ist breit gefächert und personalintensiv“, erklärt Hartmann. Umso mehr freue er sich, dass trotz der hohen Einsatzbelastung konsequent der Alarmmelder am Gürtel getragen wird.

Altenbekens Ortsvorsteher Elmar Rode lobte die Arbeit der Feuerwehr und bedankte sich im Namen aller Bürgerinnen und Bürger.

BUZ: Die neue Löschzugführung aus Altenbeken im Gerätehaus: (v.l.) Sebastian Kaiser (25), Zugführer Johannes Cleas (60) und Niklas Schäfers (25)

Bericht: Feuerwehr Altenbeken, Niklas Schäfers