Brand in Flüchtlingsunterkunft. Matratze brannte, keine Verletzten.

  • Paderborn


 
Paderborn: Am Mittwoch, 20.01.2016, wurde der Feuerwehr Paderborn gegen 03:15 Uhr ein Brand in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Praktiker-Markt in Paderborn-Elsen gemeldet. Auf der Anfahrt wurde der Feuerwehr mitgeteilt, dass die Räumung des Gebäudes bereits durch den anwesenden Sicherheitsdienst in die Wege geleitet wurde.
 
In einem mit Holzplatten abgetrennten, derzeit nicht belegten, Abteil der Halle brannte eine Schaumstoffmatratze. Beim Eintreffen der Feuerwehr war die Räumung des Gebäudes fast abgeschlossen. Zudem hatte der Sicherheitsdienst den Brand mit mehreren Feuerlöschern bekämpft.  Die ersteintreffende Besatzung des Rettungswagens aus Schloss Neuhaus begann mit der Sichtung der betroffenen Personen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Durch den Brand war die Halle verraucht. Die Löschmaßnahmen des Sicherheitsdienstes waren erfolgreich, sodass von der Feuerwehr lediglich eine Nachschau der Brandstelle durchgeführt werden musste. Umfangreich gestaltete sich aufgrund der Größe der Halle die Entrauchung, wozu drei Hochleistungslüfter eingesetzt wurden.
 
Während der Lüftungsmaßnahmen wurden die Bewohner in einen raucharmen Teil der Halle geleitet, um sie vor der Kälte zu schützen.
Nach etwa 20 minütiger Entrauchung und anschließender Messung auf Reste gefährlicher Gase, die negativ ausfiel, konnten die Bewohner wieder zu ihren Schlafplätzen zurückkehren.  Die Brandursache wird von der Polizei ermittelt. Der Sachschaden beläuft sich dank des schnellen Eingreifens des Sicherheitsdienstes auf geschätzt unter 1000 Euro.   
 
Im Einsatz, der rund eine Stunde dauerte, waren die beiden hauptamtlichen Feuerwachen, die Löschzüge Elsen und Schloss Neuhaus der Freiwilligen Feuerwehr, zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug und der Einsatzleitdienst der Stufen B und C mit insgesamt 45 Einsatzkräften.
 
Bericht: Feuerwehr Paderborn


Westfälisches Volksblatt

Feuer: 170 Flüchtlinge räumen nachts die Halle
Brennende Matratze verraucht Notunterkunft – Staatsschutz ermittelt

Paderborn(pic). In einer Flüchtlingsunterkunft in Elsen ist in der Nacht zum Mittwoch Feuer ausgebrochen. 170 Flüchtlinge, darunter auch Familien mit Kindern, mussten den ehemaligen Praktiker-Baumarkt verlassen. Der Staatsschutz Bielefeld ermittelt.
In der Unterkunft, die seit etwa 14 Tagen belegt ist, brannte gegen 3 Uhr in einem Nebenraum eine Schaumstoffmatratze, berichtet Feuerwehr-Einsatzleiter Michael Beivers. Die Halle mit den schlafenden Flüchtlingen war derart verraucht, dass der Sicherheitsdienst eine Räumung einleitete. Der Wachschutz löschte mit mehreren Feuerlöschern noch vor dem Eintreffen der Feuerwehr die Flammen und brachte die meisten Bewohner ins Freie. Später übernahm der Löschzug Schloß Neuhaus die Betreuung und auch Sichtung der Flüchtlinge. »Glücklicherweise gab es keine Verletzten«, sagt Einsatzleiter Michael Beivers.
Die Feuerwehr lüftete mit gleich drei Hochleistungslüftern die Halle: Nach etwa einer Stunde durften die Flüchtlinge zu ihren Schlafstätten zurückkehren. Schon während der Belüftung durften sich Bewohner in einem raucharmen Teil der Halle aufhalten. Messungen hatten keine gefährlichen Gase nachgewiesen.
Der Paderborner Sozialamtsleiter Ludwig Koch geht angesichts der Wachschutz-Präsenz davon aus, dass die Matratze von einem Bewohner innerhalb der Unterkunft angesteckt und in den Nebenraum gezogen worden sei. »Das bedrückt mich«, sagte Koch. So etwas sei in einem Paderborner Flüchtlingsheim bislang noch nicht vorgekommen.
Die Polizei ermittelt noch die Brandursache in der nahezu voll belegten Unterkunft. Die brennende Matratze hatte sich in einem Nebenraum befunden, der mit Holzplatten von der Halle abgetrennt ist.

Bericht / Foto: Westfälisches Volksblatt