Nachlöscharbeiten dauern an – aktuell noch 57 Einsatzkräfte vor Ort tätig. Im weiteren Einsatzverlauf des Brandes in der Fleischfabrik in Paderborn, in der es am gestrigen Montag gegen 16:40 Uhr zu einem Großbrand gekommen war, dauern die Nachlöscharbeiten an.

  • Paderborn

 

Paderborn: Vor allem in den Gebäudebereichen „Zerlegung“ und „Verpackung“, nahe der vermutlichen Brandausbruchsstelle, befinden sich noch mehrere Brandnester. Um das Löschwasser dort besser einbringen zu können, wurde ein Abbruchunternehmen damit beauftragt, in Absprache mit der Feuerwehr die Außenwände und Stahlbetonkonstruktion mit einem Abbruchbagger stückweise einzureißen.

Parallel dazu werden mehrere Hallenbereiche mit Löschschaum durch ein Schaumsystem der Feuerwehr Delbrück geflutet, um die dort liegenden Brandnester zu ersticken.
Aktuell sind noch 57 Einsatzkräfte aus Paderborn (Feuerwache Nord, Feuerwache Süd, Löschzug Elsen, Einsatzleitdienst der Stufen B und C), Altenbeken, Borchen und Delbrück an der Einsatzstelle tätig.

Die Nachlöscharbeiten werden mindestens bis in die Abendstunden andauern. Eine Brandwache wird über die kommende Nacht voraussichtlich ebenfalls vor Ort bleiben.

Bericht: Feuerwehr Paderborn

Bericht: Polizei

Millionenschaden nach Großbrand

Paderborn: Nach dem Großbrand auf dem Betriebsgelände eines Fleischverarbeitungsbetriebes an der Halberstädter Straße hat die Polizei am Dienstag mit der Ermittlung der Brandursache begonnen. Da auch tagsüber immer wieder Brandnester aufloderten, war eine intensive Untersuchung des Brandorts noch nicht möglich. Am Mittwoch wollen die Brandermittler der Polizei gemeinsam mit einem Sachverständigen in die zerstörten Hallen vordringen.

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Das Feuer war Montagnachmittag gegen 16.40 Uhr im Zerlegebereich ausgebrochen. In dieser Abteilung arbeitete zu diesem Zeitpunkt niemand. Andere Mitarbeiter entdeckten das Feuer und setzten zunächst Feuerlöscher ein. Da sich der Brand schnell ausbreitete, wurde die Feuerwehr alarmiert und alle anderen Mitarbeiter aus dem Betrieb evakuiert. Zwei Beschäftigte kamen vorsichtshalber ins Krankenhaus. Sonst wurde niemand verletzt. Die Schadenshöhe wird im zweistelligen Millionenbereich liegen.

 

Westfälisches Volksblatt

Großbrand zerstört große Teile der Produktion in Paderborn – zwei Verletzte

Westfleisch: Feuer verursacht Millionenschaden

Paderborn (WB/dpa). Millionenschaden in Paderborn-Mönkeloh: Dort ist am Montag im Westfleisch-Werk ein Brand ausgebrochen – möglicherweise nach einem Blitzeinschlag. Seit Dienstagmorgen ist der Brand unter Kontrolle, es laufen so genannte Nachlöscharbeiten.Gigantische Rauchschwaden zogen über das südliche Stadtgebiet, die ganze Nacht lang bekämpften fast 200 Feuerwehrleute den Großbrand. Zwei Mitarbeiter kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.
Das Feuer brach gegen 16.40 Uhr aus. In kürzester Zeit stand der gesamte Produktionsbereich in Flammen, meterhoch loderten die Flammen aus dem Dach. Direkt nach dem Brandalarm verließen die Mitarbeiter von Produktion, Verwaltung und Vertrieb das Gebäude und sammelten sich an zentralen Punkten. Hier wurde ihre Vollzähligkeit überprüft.

Als der Wind mit dem Qualm drehte, flüchteten viele Mitarbeiter in Nachbargebäude, um dort Schutz zu suchen. Soweit möglich, wurden sämtliche Lkw vom Firmengelände weggefahren.Während des Einsatzes waren etliche Detonationen in dem Gebäude zu hören. Gefahrenherde waren hier vor allem die zahlreichen Kühlanlagen mit Gasbehältern. Die Polizei riegelte die Straße ab. Ersten Messungen zufolge traten keine giftigen Chemikalien aus. Das Feuer fraß sich durch das Flachdach und ließ es einstürzen.

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Beim Ausbruch des Feuers am Montagabend befanden sich 1000 lebende Tiere in der Halle. Zwei Tiere mussten wegen aggressiven Verhaltens erschossen werden, der Rest konnte in Sicherheit gebracht werden, wie die Feuerwehr am Morgen berichtete. Die Uni Paderborn sagte per Email eine Klausur ab, die ab 20 Uhr geschrieben werden sollte.Das Fleischcenter in Paderborn ist einer von fünf Produktionsstandorten des genossenschaftlichen Fleischvermarkters mit Hauptsitz in Münster.

In dem 1976 gegründeten Paderborner Betrieb produzieren 580 Mitarbeiter jährlich 160.000 Tonnen Fleisch. In der Landwirtschaft hat Westfleisch 3500 Vertragspartner, darunter auch viele in Ostwestfalen.Am Dienstagvormittag zog es Schaulustige an den Orts des Feuers. Viele Mitarbeiter, die am Abend ihre Autos zurücklassen mussten, holen diese nun ab.

Bericht / Fotos: Westfälisches Volksblatt