Gleich zwei brennende LKW haben am Mittwochnachmittag auf der Bundesstraße 64 in der Nähe von Altenbeken und zwischen Rietberg und Delbrück für hohe Sachschäden gesorgt.

  • Delbrueck


Altenbeken: Gegen 13.50 Uhr hatte ein Stammholztransporter mit Anhänger die Bundesstraße aus Richtung Bad Driburg kommend befahren. Nachdem der LKW-Fahrer (33) Buke passiert hatte, hörte er einen lauten Knall und bemerkte Probleme bei der Fahrzeugelektronik und Rauchentwicklung im Motorraum. Er hielt sofort an und verließ unverletzt den LKW.

  • Altenbeken

 

Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Führerhaus in Vollbrand. Auch die Nadelholzstämme, die auf dem LKW geladen waren, wurden durch das Feuer in Brand gesetzt. Durch die Einsatzkräfte konnte ein Übergreifen der Flammen auf die Ladung des Anhängers verhindert werden. Die Bundesstraße musste in beiden Richtung komplett gesperrt und der Verkehr abgeleitet werden. Bei dem Unglück liefen etwa 20 Liter Motoröl auf die Bankette. Die Untere Wasserbehörde wurde informiert. Etwa ein Kubikmeter Erde musste ausgebaggert werden.

Zudem muss geprüft werden, ob durch die enorme Hitzeentwicklung die Fahrbahn Schaden genommen hat. Der Sachschaden dürfte sich auf annähernd 200 000 Euro belaufen.

 

Delbrück: Nur eine Stunde später kam es auf der Bundesstraße 64 zu einem weiteren LKW-Brand. Der LKW, der etwa vier Tonnen gewerblichen Müll geladen hatte, war auf dem Weg von Westenholz in Richtung Delbrück, als der Fahrer (43) Rauchentwicklung in der Mulde bemerkte.

Er hielt das Fahrzeug in Höhe Alter Postweg an und alarmierte die Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte war es zu keiner offenen Flammenentwicklung gekommen, so dass zunächst versucht wurde, den Aufbau mit Löschwasser zu kühlen. Gegen 15.30 Uhr wurde der LKW auf ein etwa 300 Meter entferntes Betriebsgelände gefahren. Anschließend sollen Löcher in die Mulde geschnitten werden, um den Schwellbrand bekämpfen zu können.

  • Delbrueck

 

Die Bundesstraße war bis gegen 15.40 Uhr komplett gesperrt. Der Sachschaden bei diesem Fahrzeugbrand dürfte sich auf etwa 150000 Euro belaufen. Im Einsatz die Löschzüge Delbrück und Westenholz.

Bericht: Polizeipresse


Westfälisches Volksblatt
 
Zwei Lastwagen brennen auf der B 64. Polizei gibt Gesamtschaden mit 350.000 Euro an – Bundesstraße zeitweise gesperrt.
 
Buke/Westenholz (lmr/al). Zwei brennende Lastwagen auf der Bundesstraße 64 haben gestern die Feuerwehr in Atem gehalten. Das Führerhaus eines Sattelzuges mit 22 Tonnen Fichtenholz auf der Ladefläche ging um 13.50 Uhr kurz nach der Abfahrt Buke in Flammen auf. Zu einem weiteren Lkw-Brand kam es um 14.40 Uhr in Westenholz. Ein Müllwagen, der etwa vier Tonnen gewerblichen Restmüll geladen hatte, fing in Höhe »Alter Postweg« aus ungeklärter Ursache Feuer.
Für die Bergungsarbeiten des Sattelzuges zwischen den Abfahrten Schwaney und Buke sperrte die Polizei die B64 für mehrere Stunden. Der 33-jährige Fahrer aus Gütersloh blieb unverletzt. »Autofahrer haben den Fahrer auf die Flammen, die aus dem Motorraum des MAN-Lkw loderten, hingewiesen«, sagte ein Sprecher der Polizei. So habe der Fahrer noch rechtzeitig seinen Sattelschlepper abstellen können.
 
Dann sei das Fahrerhaus in Flammen aufgegangen. »Durch den schnellen Einsatz der Löschzüge konnte ein schlimmerer Schaden an der Fahrbahn, der Umwelt und dem Fahrzeug vermieden werden«, sagte Elmar Schröder vom Kreis-Umweltamt. 20 Liter Motoröl hätten die 25 Männer und Frauen der Löschzuge Schwaney, Buke und Altenbeken rechtzeitig auffangen können. »Trotzdem müssen wir die Bankette am Straßenrand ausheben«, berichtete Elmar Schröder. Etwa ein Kubikmeter Erde musste ausgebaggert werden. Zudem muss geprüft werden, ob durch die enorme Hitzeentwicklung die Fahrbahn Schaden genommen hat. Die Holzstämme wurden auf ein anderes Fahrzeug verladen, das völlig ausgebrannte Fahrzeug wurde abgeschleppt. Die Polizei gibt den Schaden mit 200.000 Euro an.
 
Bei dem Brand des Müllfahrzeuges entstand ein Schaden in Höhe von 150.000 Euro, teilte die Polizei mit. In der Mulde des wenige Monate alten Mülllasters kam es aus ungeklärter Ursache zu einem Brand mit starker Rauchentwicklung. Der Lastwagen wurde auf ein etwa 300 Meter entferntes Betriebsgelände gefahren. Anschließend schnitten Einsatzkräfte Löcher in die Mulde, um den Brand zu bekämpfen, weil sich die Heckklappe wegen der enormen Hitzeentwicklung verzogen hatte und sich nicht mehr öffnen ließ. Die B64 war bis 15.40 Uhr gesperrt. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den späteren Abend hinein.