Boke, Königsallee - Brand in Wohnhaus.

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Delbrück Boke: Am frühen Freitagabend kam es in Boke in einem Einfamilienhaus zu einem Brand. Die Leitstelle alarmierte daraufhin die Löschzüge Boke und Delbrück und als Einsatzunterstützung den Löschzug Bentfeld.
Das Feuer, dessen Ursache noch nicht abschließend geklärt ist, konnte schnell gelöscht werden. Die Feuerwehr führte anschließend umfangreiche Belüftungsmaßnahmen durch und befreite so das Wohnhaus von Rauchgasen.

Bericht:
Feuerwehr Delbrück, Foto, Marc Köppelmann

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Westfälisches Volksblatt

Technischer Defekt an Steckdose löst Großeinsatz der Feuerwehr aus.
Sechs Menschen bringen sich rechtzeitig in Sicherheit.

Boke: Beißender Rauch quoll aus der Stromverteilung in der zweiten Etage eines Wohnhauses in der Königsallee am Rand von Boke. Geistesgegenwärtig brachte sich eine junge Familie in Sicherheit und informierte die Rettungskräfte. Auch drei weitere Personen aus dem Erdgeschoss wurden gewarnt und konnten sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Als Ursache wird ein technischer Defekt an einer Steckdose im Keller vermutet. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 25.000 Euro.

Um 18.06 Uhr wurde der Löschzug Boke in das Zweifamilienwohnhaus in der Königsallee gerufen. Per Funkmeldeempfänger und Sirene wurden auch weitere Einsatzkräfte aus Delbrück und Bentfeld hinzubeordert. Rund 60 Feuerwehrleute eilten an die Unglücksstelle. Schnell rückten die Feuerwehrkräfte unter umluftunabhängigem Atemschutz dem Brandherd im Keller zu Leibe. Den ersten Einsatzkräften schlugen bereits die Flammen entgegen. Ein Gefrierschrank sowie ein Wäschetrockner waren in Brand geraten. Beide hingen an einer Mehrfachsteckdose, in der ein Kurzschluss wohl den Brand ausgelöst haben dürfte. Die im Dachgeschoss befindliche junge Familie (22 und 23 Jahre) sowie der 18 Monate alte Säugling konnten sich in Sicherheit bringen. Auch die 46-jährige Bewohnerin des Erdgeschoss mit ihren sechs und neun Jahre alten Kindern konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen. Die sechs Bewohner wurden von einem Notarzt und den Besatzungen zweier Rettungswagen vor Ort untersucht. Es wurden aber keine Verletzungen festgestellt. „Die Einwohner haben großes Glück gehabt. Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn es nachts angefangen hätte zu brennen“ war Einsatzleiter Reinhard Brand froh, dass der Brand frühzeitig entdeckt wurde.

Die Feuerwehr löschte das Brandgut im Keller ab, trug die Brandlast ins Freie und löschte diese endgültig ab. Anschließend wurde das Gebäude sorgfältig mit Hochdrucklüftern entraucht. Bis zum Eintreffen der Kriminalpolizei wurde die Brandstelle im Keller beschlagnahmt.