Bagger reißt Gasleitung auf - Straßenzug evakuiert.

  • Bueren


Büren: Bei privaten Bauarbeiten hat am Freitagmorgen in Büren ein Bagger eine Gasleitung aufgerissen. Sämtliche Wohn- und Geschäftshäuser wurden evakuiert. Die Anwohner wurden während der Reparaturarbeiten in einem Gebäude des Deutschen Roten Kreuzes untergebracht. Ein 57-jähriger Landschaftsgärtner hatte gegen 08.55 Uhr mit einem Minibagger Arbeiten an einer Grundstücksmauer eines Einfamilienhauses in der Straße Lustgarten durchgeführt. Nach ersten Ermittlungen hatte er dabei mit der Schaufel eine nicht gekennzeichnete und etwa 50 Zentimeter tief im Erdreich liegende Gasleitung, die zum Haus des Anwohners führt, beschädigt.

Als der Baggerfahrer den Gasaustritt bemerkte, informierte er sofort die Feuerwehr, die die umliegenden Bewohner und Beschäftigten der etwa zwölf Wohnhäuser, eines Ärztehauses, einer Apotheke und eines Bürogebäudes evakuierte. Etwa 40 Menschen mussten den Gefahrenbereich verlassen. Mitarbeiter des zuständigen Energieversorgungsunternehmens sperrten die Gaszufuhr ab und reparierten das Leck. Gegen 10.15 Uhr wurde die Absperrung aufgehoben und die Menschen konnten wieder in ihre Häuser und an ihre Arbeitsplätze zurückkehren.

Bericht:
Polizeipresse

 

Westfälisches Volksblatt

Gasalarm im Lustgarten
Feuerwehr bringt 40 Menschen in Bürener Innenstadt in Sicherheit

Büren (han). Der 57-jährige Fahrer eines Minibaggers hat am Freitag gegen 9 Uhr in der Straße Lustgarten in der Bürener Innenstadt eine Gasleitung beschädigt. Die Feuerwehr brachte daraufhin 40 Menschen, die sich im Verwaltungsgebäude der Bürener Maschinenfabrik, der Alme-Apotheke, dem Ärztehaus und den umliegenden Privathäusern aufgehalten hatten, in Sicherheit. Verletzt wurde niemand.
Wegen der privaten Sanierung einer Bruchsteinmauer war der Bagger im Lustgarten im Einsatz. »Offenbar war die Gasleitung nicht gekennzeichnet, wie es eigentlich üblich ist«, berichtet Andreas Müller, Einsatzleiter und Leiter der Bürener Stadtfeuerwehr.

Zum Glück reagierte der Fahrer, ein Landschaftsgärtner, schnell: Nachdem er das Gasleck bemerkt hatte, verließ er sofort den Bagger, warnte die unmittelbaren Nachbarn und alarmierte die Feuerwehr. »Sollte es Funkenflug geben, kann so ein Gasleck wirklich gefährlich werden«, weiß Müller, »von einer Stichflamme bis zu einer großen Explosion kann da alles passieren.« Dazu kam es am Freitag in Büren zum Glück nicht: Mitarbeiter des Energieversorgers Westfalen-Weser-Netz eilten an den Unfallort, stellten das Gas ab und reparierten das Leck.
Die Evakuierten verbrachten eine gute Stunde im nahe gelegenen DRK-Heim in der Bahnhofstraße, wo sich Mitglieder der Notfallhelfergruppe aus DLRG, Rotem Kreuz und Malteser-Hilfsdienst um sie kümmerten. Weil unter den in Sicherheit gebrachten Menschen auch kleine Kinder und eine schwangere Frau waren, wurde vorsichtshalber auch ein Rettungswagen angefordert, der jedoch nicht gebraucht wurde. Vor Ort waren außerdem etwa 25 Feuerwehrleute, eine mobile Messeinheit der Feuerwehr aus Paderborn und die Polizei mit vier Streifenwagenbesatzungen.
Gegen 10.15 Uhr konnte die Sperrung im Lustgarten aufgehoben werden und der Arbeitstag in der BMF-Verwaltung, der Alme-Apotheke und dem Ärztehaus wie gewohnt weitergehen.