Alpakas aus Scheune gerettet. Bei einem Feuer in Schöning entsteht ein Schaden von rund 50 000 Euro – 80 Feuerwehrleute im Einsatz.

  • Schoening


Schöning(WV). Ein riesige Rauchsäule war am Samstagnachmittag über der Feldflur am Hoppenmeer zu sehen. Sie wies den Einsatzkräften der Feuerwehr den Weg auf das Gelände einer abseits gelegenen Tierheilpraxis an der Straße Hoppenmeer. Ein in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus gelegene Scheune brannte in voller Ausdehnung. Die Flammen drohten auf das Wohnhaus überzugreifen.

Zwei Bewohner mussten mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 50 000 Euro. Zur Brandursache gibt es noch keine Erkenntnisse.

Um 15.36 Uhr alarmierten die Bewohner die Feuerwehr. Sie hatten vom Wohnzimmer aus den Brand in der sieben mal zwölf Meter großen Scheune entdeckt. Ein Bewohner (55) führte einige in der Scheune lebende Alpakas ins Freie, zog sich dabei aber möglicherweise eine Rauchgasvergiftung zu. Ebenso wie eine 76-jährige Frau wurde er vorsorglich ins Krankenhaus gebracht. Die während der Löscharbeiten nach Hause zurückkehrende Tierheilpraktikerin erlitt eine Kreislaufkollaps und wurde vor Ort vom Rettungsdienst betreut. Im Einsatz befanden sich drei Rettungswagen und ein Notarzt.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl in Flammen und die ersten Dachpfannen lösten sich bereits vom Dach. Da das Feuer auf das nur acht Meter entfernte Wohnhaus überzugreifen drohte, löste Einsatzleiter Reinhard Brand Gesamtwehralarm aus. Zwischenzeitlich befanden sich rund 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Auf Grund der beengten Verhältnis auf der Grundstückszufahrt und zwischen den Gebäuden konnte die Drehleiter nicht eingesetzt werden. Außerdem musste das Wasser über eine lange Wegestrecke aus einem Hydranten gefördert werden. Weiteres Löschwasser wurde im Pendelverkehr von einer Entnahmestelle bei der Firma Thielemeyer in Westenholz zur Brandstelle gebracht.

Nachdem die Flammen schnell bekämpft werden konnten, erwiesen sich die Nachlöscharbeiten als sehr aufwändig. Der Dachboden der Scheune war zu rund zwei Dritteln mit Stroh und Heuballen gefüllt. Das Feuer hatte sich hier tief eingefressen, so dass immer wieder Glutnester aufflackerten.

In mühevoller Kleinarbeit mussten das Stroh und Heu von der Decke geräumt werden und gründlich abgelöscht werden. Hierzu wurde auch Schaumlöschmittel eingesetzt. Außerdem waren die Flammen tief in eine hölzerne Zwischendecke eingedrungen. Ein durch das Feuer bereits in Mitleidenschaft gezogenes Auto konnte von der Feuerwehr noch aus einer Garage gefahren werden. Für die Scheune gab es keine Rettung mehr, sie brannte vollständig aus.

Gegen 18 Uhr konnten die ersten Feuerwehrkräfte die Einsatzstelle verlassen, allerdings zogen sich die Nachlöscharbeiten noch bis in den Abend hin. Mitglieder des Löschzugs Lippling stellten eine Brandwache.

Zur Ursache konnte die Polizei noch keine Angaben machen. »Die Brandstelle wird zunächst bis zur Ursachenermittlung durch die Kriminalpolizei beschlagnahmt«, sagte ein Polizeibeamter. Den Gebäudeschaden sowie die Schäden am Auto beziffert die Polizei mit rund 50 000 Euro.

Westfälisches Volksblatt

Bericht: Polizeipresse

Delbrück Schöning: Gegen 15:25 Uhr bemerkten Bewohner des angrenzenden Hauses, wie Flammen aus dem Dachstuhl der Stallung schlugen. Noch vor Eintreffen der Feuerwehr konnten sie die Vierbeiner aus dem Stall retten. Der Dachstuhl wurde durch den Brand komplett zerstört. Die beiden 50 und 55 Jahre alten Bewohner erlitten leichte Rauchgasverletzungen und mussten in einem Krankenhaus behandelt werden. Der Sachschaden wird auf 40.000,- EUR beziffert. Zur Ermittlung der Brandursache wurde der Brandort beschlagnahmt.