Schwerer Verkehrsunfall zwischen Schloss Neuhaus und Sennelager mit zwei PKW. Zwei lebensgefährlich verletzte und eingeklemmte Personen aus Fahrzeugwracks gerettet.

  • Paderborn


 
Paderborn: Am 10.12.2015 wurde die Feuerwehr Paderborn gegen 21:30 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall  auf die Bielefelder Straße zwischen Schloss Neuhaus und Sennelager, in Höhe des Bahnübergangs gerufen. Nach Meldung der Anrufer waren zwei Personen nach einem Unfall in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.  
 Der 50-jährige Fahrer eines Honda-Mittelklassewagens hatte offenbar in Höhe des Bahnübergangs aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren, war auf die Gegenfahrbahn geraten und dort mit einem VW Golf kollidiert. Im VW Golf saßen zwei junge Männer (beide Mitte 20), die offensichtlich auf dem Weg zur Arbeit waren. Die beiden Fahrzeuglenker wurden jeweils lebensgefährlich verletzt und in ihren Fahrzeugen eingeklemmt.
 
Keine zwei Minuten nach dem Alarm trafen die beiden in Schloss Neuhaus stationierten Rettungswagen der Feuerwehr an der Einsatzstelle ein und übernahmen die Erstversorgung der Eingeklemmten in ihren Fahrzeugen.  
 Da sich die Einsatzstelle im Bereich des Bahnübergangs befand wurde die Einstellung des Bahnverkehrs veranlasst. Für die Befreiung der beiden Eingeklemmten wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Die Einsatzkräfte der Feuerwache Süd und des Löschzugs Schloss Neuhaus übernahmen die technische Rettung des 50-jährigen Mannes im Honda; die Kräfte der Feuerwache Nord befreiten gemeinsam mit dem Löschzug Elsen den jungen Mann im VW Golf.
 
Der Beifahrer des VW Golf konnte den PKW bei Bewusstsein mit Unterstützung selbst verlassen. Er wurde von Feuerwehrkräften versorgt, bis ein dritter angeforderter Rettungswagen eingetroffen war.
 Für die Befreiung der beiden lebensgefährlich Verletzten musste schweres technisches Gerät vorgenommen werden und die Türen bzw. das Dach der Fahrzeuge entfernt werden, ehe die Patienten mit einem Rettungsbrett aus dem Fahrzeug gehoben und dem Rettungsdienst übergeben werden konnten. Parallel zur Rettung wurde die Einsatzstelle ausgeleuchtet und gegen die Brandgefahr abgesichert.
 
Die beiden Schwerverletzten erlitten ein sogenanntes Polytrauma. Sie hatten mehrere Verletzungen, von denen mindestens eine oder die Kombination der Verletzungen lebensbedrohlich ist. Alle Patienten wurden in Paderborner Krankenhäuser transportiert.
Während der Rettungsmaßnahmen kamen die Angehörigen eines Verletzten an die Einsatzstelle und wurden vom anwesenden Feuerwehrseelsorger betreut.
Nachdem die Verletzten abtransportiert waren, leistete der Löschzug Schloss Neuhaus noch Amtshilfe für die Polizei, indem die Einsatzstelle zur Unfallaufnahme beleuchtet und der Polizei die Möglichkeit gegeben wurde, mittels der Drehleiter Fotos aus der Vogelperspektive zu machen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen.
 
Im Einsatz, der wegen der Unfallaufnahme bis weit nach Mitternacht dauerte, waren die Löschzüge der Feuerwachen Süd und Nord, drei Rettungswagen, drei Notarzteinsatzfahrzeuge, die Löschzüge Schloss Neuhaus und Elsen der Freiwilligen Feuerwehr, der leitende Notarzt, der Leiter der Feuerwehr und der Einsatzleitdienst mit insgesamt 59 Einsatzkräften.

Bericht: Feuerwehr Paderborn, Foto: Marc Köppelmann