Gefahrgutunfall an der Westenholzer Straße. Wassergefährdung verhindert.
  • Delbrueck



Delbrück: Gegen 15.40 Uhr. wurde der Kreisfeuerwehrzentrale gemeldet, dass in Delbrück, Westenholzer Straße in Höhe des Wachtelweges ein landwirtschaftlicher Anhänger mit Spritzmittel umgekippt war. Umgehend wurde für die Feuerwehr Delbrück mit dem Alarmstichwort GSG 2 Alarm ausgelöst.

Aus dem großvolumigen Tank war eine grössere Menge eines Spritzmittels ausgetreten, bei welchem laut Datenblättern eine Gesundheits- , Umwelt- und Wassergefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte.
Der ausgetretene Stoff ergoss sich hauptsächlich auf die geteerte Fahrbahndecke und in die Bankette. Der Fahrer blieb unverletzt. Die Unfallstelle wurde abgesperrt und die Einsatzkräfte mussten mehrere Maßnahmen treffen:
Beseitigen der Leckage, Eindämmung und Aufnahme des Stoffes mit Chemikalienbinder und Legemehl. Einsatz des ABC ErkKW an und um der Einsatzstelle, Unterstützung bei der Bergung des Unfallfahrzeuges. Reinigung der Straße mit Kehrmaschine. Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde und Hinzuziehung eines Fachmannes des Lieferanten.

Eingesetzte Kräfte
Feuerwehr Delbrück, ABC Zug des Kreises Paderborn, GWG Paderborn, C-Dienst Feuerwehr Paderborn, Polizei, Rettungsdienst, Untere Wasserbehörde, Entwässerungsbetriebe, Ordnungsamt, Bauhof der Stadt, LDF und KBM vor Ort.

Bericht: FW mb
Fotos: Marc Köppelmann,mb
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Neue Westfälische

Wassergefährdung verhindert
Delbrück. Ein Gefahrgutunfall ereignete sich am Donnerstagnachmittag in Delbrück an der Westenholzer Straße. Auf einem nahe gelegenen Feld kippte aus noch ungeklärter Ursache ein mit Düngespritzen versehener Anhänger mit 4.000 Litern hochkonzentriertem Pflanzenschutzmittel um. Zirka 1.000 Liter der wassergefährlichen Flüssigkeit liefen ins Erdreich aus. Dank des schnellen Einschreitens des Landwirtes und der Feuerwehr konnte das Leck jedoch schnell gestopft und eine weitreichende Umweltgefährdung verhindert werden. Die Feuerwehr nutzte dazu speziellen Chemikalienbinder und Sägespäne. Dadurch gelang es den Einsatzkräften auch, eine Verschmutzung des nahen Haustenbaches zu verhindern. Im Einsatz waren zirka 50 Wehrleute aus Delbrück und Paderborn, sowie die Spezialkräfte der Einsatzgruppe Gefährliche Stoffe und Güter (GSG).

Westfälisches Volksblatt

Spritzmittel fließt über Westenholzer Straße.Großaufgebot der Delbrücker Feuerwehr im Einsatz.
Delbrück: Eine umgekippte Feldspritze hat gestern für einen Großeinsatz der Feuerwehr bei Delbrück gesorgt. In der Folge musste die Westenholzer Straße komplett gesperrt werden.

»Ich war gerade fertig und wollte das Feld verlassen. In den tiefen Furchen hat sich die Feldspritze aufgeschaukelt und ist dann auf die Seite gestürzt«, fasste Hans-Ulrich Schulte-Pohls zusammen, was sich am Donnerstag Nachmittag auf einem Feld am Wachtelweg ereignete. Der 55-jährige Landwirt aus Anreppen alarmierte selber die Feuerwehr. Der Domschacht der 2500 Liter fassende Feldspritze hatte sich beim Umkippen geöffnet, einige hundert Liter eines Pflanzenschutzmittels ergossen sich auf die Straße.

Gegen 15.45 Uhr wurden der ABC-Zug der Delbrücker Feuerwehr sowie der Gefahrstoffzug der Paderborner Feuerwehr zur Westenholzer Straße gerufen. Sie sperrten die Unglücksfläche weiträumig ab. Zunächst erkundeten Feuerwehrkameraden unter umluftunabhängigem Atemschutz die Situation, führten an der Unglücksstelle Messungen durch. Nachdem mit Hilfe eines Datenblattes das seit rund 30 Jahren auf dem Markt befindlichen Mittel genauer identifiziert war, wurden weitere Maßnahmen eingeleitet. Um die gelbe Flüssigkeit von der Westenholzer Straße zu beseitigen, wurde diese großflächig abgestreut. Auch das in die Straßengräben geflossene Pflanzenschutzmittel wurde gebunden.

Mit Hilfe des Rüstwagens und eines weiteren Schleppers wurde die Feldspritze wieder aufgerichtet. Mitarbeiter des Bauhofes rückten mit einer Kehrmaschine an, um die Straße wieder zu reinigen. Ein Mitarbeiter der unteren Wasserbehörde ordnete an, die Straßengräben jeweils auf einer Länge von gut drei Metern rund zehn Zentimeter tief auszukoffern.
Die Westenholzer Straße blieb bis in die frühen Abendstunden voll gesperrt. Nach rund zwei Stunden rückten die ersten Einsatzkräfte wieder ein. An der Feldspritze entstand nur geringer Sachschaden.