Unfallserie dauert an. Von Mittwochmittag bis Donnerstagmittag kam es zu 66 Verkehrsunfällen im Kreis Paderborn.
  • Altenbeken



Paderborn: Von Mittwochmittag bis Donnerstagmittag (Stand 12 Uhr) kam es zu 66 Verkehrsunfällen im Kreis Paderborn. Davon standen 18 Unfälle im direkten Zusammenhang mit der flächendeckend herrschenden Straßenglätte. Ursache war dann meistens nicht angepasste Geschwindigkeit. Allein bei einem Lkw- Unfall entstand Sachschaden von über 100.000 Euro. Die Schäden bei den weiteren Unfällen gehen in die Zehntausende. Drei Personen zogen sich Verletzungen zu.

Sattelzug verunglückt.
Die B 64 bei Paderborn musste in Höhe der Abfahrt Warburger Straße ab kurz vor 11:00 Uhr in Richtung Paderborn gesperrt werden. Ein Sattelzug war in die Leitplanken geschleudert und blockierte die Richtungsfahrbahn. Der 48-jährige Fahrer einer Spedition aus Fulda war mit dem unbeladenen 36Tonner in Richtung Paderborn gefahren. In Höhe der Auffahrt war der Sattelauflieger auf den Eisplatten, die sich aufgrund festgefahrenen Schnees gebildet hatten, ins Schleudern geraten. Der Auflieger touchierte noch einen vorbeifahrenden Lieferwagen und zerstörte etwa 50 m Leitplanken, bis die Zugmaschine an den Planken nach hinten einknickte und liegen blieb. Der Fahrer bleib unverletzt. Ein Tank der Zugmaschine war Leck geschlagen, sodass die Feuerwehr anrücken musste, um Diesel abzusaugen und ausgelaufenen Kraftstoff zu binden. Deswegen informierte die Polizei auch die untere Wasserbehörde zur Entscheidung über weitere Maßnahmen. Den Gesamtschaden bei diesem Unfall schätzt die Polizei auf über 100.000 Euro. Die schwer beschädigte Sattelzugmaschine musste abgeschleppt werden. Bis zum Nachmittag blieb die Strecke bis Mönkeloh gesperrt.

Eine Fahrerflucht war am Mittwoch schnell geklärt. In Paderborn war mittags ein Autofahrer auf einem verschneiten Parkplatz an der Elsener Straße gegen einen Zaun geprallt. Ein Zaunelement beschädigte einen geparkten Pkw. Der VW-Fahrer fuhr weiter, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Er war allerdings von einem Zeugen beobachtet worden. Außerdem war das vordere Kennzeichen des VW am Unfallort zurück geblieben. Der Fahrzeughalter war schnell ermittelt. Noch während der Unfallaufnahme kam der 35-Jährige mit seinem Auto zurück zur Unfallstelle. Das Fahrzeug war nur mit Sommerreifen ausgestattet. Gegen den Mann wurde Strafanzeige wegen Unfallflucht erstattet.

In Marienloh wollte ein 62-jähriger Golffahrer gegen 17:00 Uhr von einem Grundstück auf die Detmolder Straße fahren. Wegen des am Straßenrand angehäuften Schnees gab er Gas und landete eher auf der Straße als geplant. Er kam zur Kollision mit einem in Richtung Bad Lippspringe fahrenden Polo. Die 56-Jährige Polofahrerin erlitt leichte Verletzungen.

Sachschaden in Höhe von 10.000 Euro entstand gegen 20:00 Uhr bei einem Unfall auf der Bürener Straße in Steinhausen. Ein 20-jähriger Fiatfahrer geriet bei einem Überholmanöver auf Schneematsch ins Schleudern und prallte gegen einen geparkten Golf.
Mehrere Auffahrunfälle waren am Mittwoch auf die winterlichen Straßenverhältnisse zurückzuführen. Einige Autos, die von der Straße abgekommen waren, landeten vor Laternen oder Bäumen.

In Salzkotten übersah ein 62-jähriger Astrafahrer gegen 16:30 Uhr beim Rückwärtsfahren auf dem Ostinghausenweg eine 25-jährige Radfahrerin, die mit ihrem Sohn im Fahrradanhänger unterwegs war. Bei der Kollision stürzte die Radlerin und zog sich leicht Verletzungen zu. Der Dreijährige blieb unverletzt.

Ab 06:15 Uhr kam es am Donnerstag zu weiteren Glätteunfällen. Betroffen waren Straßen rund um Paderborn und Delbrück. In Salzkotten stürzte gegen 07:55 Uhr Auf der Ewert ein Radfahrer bei Glatteis. Der 57-Jährige wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht. Auf den Bürener Hochflächen stellten sich im Laufe des Morgens Schneeverwehungen ein. Besonders betroffen war L776. Es kam dort zu einem Unfall mit Blechschaden. Auch andernorts landeten Autos im Graben.

Bericht: Polizei