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26. Juli. Paderborn. PDF Drucken E-Mail
Paderborner Helfer bei Loveparade-Tragödie im Einsatz.

Paderborn (ph). Mit der Tragödie bei der Loveparade in Duisburg waren auch Rettungskräfte aus Stadt und Kreis Paderborn beschäftigt. Die Landesleitstelle hatte Heribert Gödde nach Duisburg gerufen, weil der Oberkommissar aus Paderborn zugleich auch als sozialer Ansprechpartner bei Katastrophen mit einspringen kann. Erst am Sonntagmorgen gegen 5.30 Uhr konnte sich Gödde wieder auf den Heimweg machen.

Darüber hinaus wurde auf dem Parkplatz Geseke an der A 44 ein so genannter Bereitstellungsraum eingerichtet, auf dem rund 25 Einsatzkräfte zusammengezogen wurden. Darunter zwei Rettungswagen und zwei Notarztfahrzeuge aus Paderborn. Auch Stadtbrandmeister Ralf Schmitz machte sich mit einem Einsatzleitwagen auf den Weg an die A 44. Außerdem wurden Einsatzkräfte aus Delbrück sowie vom Deutschen Roten Kreuz und vom Malteser Hilfsdienst an der A 44 zusammengezogen. Doch ausrücken mussten diese Helfer nicht: Gegen 1.30 Uhr in der Nacht zu Sonntag wurde der Bereitstellungsraum wieder aufgelöst. Eingerichtet worden war er zuvor von den Feuerwehren in Büren und Steinhausen.

Erschüttert zeigten sich gestern die Verantwortlichen der Liboriwoche über die Tragödie in Duisburg. Erzbischof Hans-Josef Becker reagierte gestern Morgen bei der Begrüßung der Gläubigen im Pontifikalamt auf die Ereignisse: "Ich möchte in diesem Gottesdienst und in den Gebeten die Opfer und Angehörigen des Unglücks mit einbeziehen", betonte Becker und erinnerte an das Leitmotiv der kirchlichen Feierlichkeiten ". . .denn wir schauen aus nach Dir": " Die Hoffnung, die mit diesem Satz verbunden ist, gilt auch für die Opfer und Angehörigen der Tragödie." Absolute Sicherheit kann es nicht geben.

Sollte es aber auf einer der vielen Veranstaltungsorte auf Libori zu einem Unglück kommen, wären die Ordnungskräfte "gut vorbereitet", wie alle Einsatzleiter gestern versicherten. "Wenn es ein Unglück mit einer unbestimmten Zahl von Opfern gibt, greift sofort ein vorbereiteter Einsatzablauf", erläutert Friedel Paul von der Paderborner Polizei-Leitstelle. Im Dom hält sich während der Liborifeierlichkeiten der Malteser Hilfsdienst bei jedem Gottesdienst in zwei Seiten-Kapellen in Bereitschaft. "Außerdem wären wir sofort mit der Leitstelle der Polizei verbunden und die Bürger-Schützen sind auch bei den Gottesdiensten dabei", erläutert Ägidius Engel, Pressesprecher des Generalvikariats.

Auch die Stadt hat vorgesorgt. "Manchmal scheinen Sicherheitsfragen lästig und überzogen. Doch dieses Unglück in Duisburg zeigt erneut, wie wichtig diese Vorsichtsmaßnahmen sind", betont Bürgermeister Heinz Paus. Darum würden in der Innenstadt überall Rettungs- und Fluchtwege vorgehalten. Zahlreiche Streifen seien pausenlos im Einsatz - in Uniform und in Zivil. Und am Rosentor sei die Polizei und ein Paderborner Hilfsdienst - in diesem Jahr der Arbeiter Samariter Bund - stationiert, um sofort helfen zu können.

Bericht: Neue Westfälische